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Seit einiger Zeit ist ein Buch auf dem Markt, das uns Zahnärzten vorwirft, nicht an wirklicher Vorbeugung interessiert zu sein, sondern nur, und sogar vorsätzlich, durch eher unsachgemäße Reparaturen das Gebiß und den Geldbeutel des Patienten in den Ruin zu treiben.

Abgesehen davon, daß das Buch durch zum Teil fehlende Sachkenntnis und daher laienhafte Darstellung, hineingemischte Falschinformationen und auch böswillige Unterstellungen Stimmung gegen Zahnärzte machen und den Verdruß der Patienten schüren soll, ist der Autor auch durch intensive internationale Recherche nicht ausfindig zu machen, obwohl er Verfasser zahlreicher Studien und Vorträge, sogar im Rahmen der WHO, sein soll. 

Das Internet kennt seinen Namen als Arzt nicht - obwohl das Internet nichts vergißt. Auch seine langjährige Praxis in den USA steht in keinem offiziellen, auch in keinem rückwirkenden Verzeichnis.

Daher könnte der Leser geneigt sein anzunehmen, daß die angeblich nur begleitende Journalistin das Buch allein schrieb, als Ausdruck von Frust und Wut auf ihren Zahnarzt. Was ja vorkommen soll ;-)))

Nun gibt es in jedem Beruf schwarze Schafe und ärgerliche Zeitgenossen, aber der weitaus größte Teil der Zahnärzte versieht meines Wissens gewissenhaft seine tägliche Arbeit.   

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Selbstverständlich obliegt uns Zahnärzten auch die Aufgabe, unsere Patienten vorbeugend vor (kariösem) Schaden zu bewahren. Und alle Kollegen, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt haben und den aktuellen Forschungsstand kennen, geben ihren Patienten die folgenden Ratschläge mit auf den Weg.

Leider aber ist der Dreh- und Angelpunkt die Selbstverantwortung des Menschen, die unbequemerweise auch mit Konsequenz und Selbstbeherrschung unlösbar verknüpft ist. Denn die Industrie verführt uns zu Zuckerkonsum, oft auch durch versteckte Zucker.

Aber es ist jedem Menschen selbst überlassen, ob er Schokolade oder Kohlrabi, Chips oder Möhren ißt.

Und er kann weiterhin selbst dazu beitragen, seine Zähne weitgehend kariesfest zu machen, indem er konsequent einige wenige Grundregeln beachtet, die ich hier nachfolgend aufgelistet habe.

Nach letzten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es möglich, die Aktivität des wohl wichtigsten Kariesbakteriums Streptococcus mutans  so weit zu reduzieren, daß kaum noch Karies auftreten kann.

Der Weg dahin besteht in :

-    Völliger Verzicht auf Kristallzucker (dazu gehören auch die sog. versteckten
     Zucker), dafür Einsatz von Zuckerersatzstoffen wie Xylit/Xylitol, Maltit/Maltol,
     Isomalt, Lactit/Lactiol, Sorbit/Sorbitol.
     Stärkehaltige Nahrung wie Mehlprodukte und Kartoffeln sollten Sie ebenfalls
     weitgehend meiden.

-    Säurehaltige Getränke, Fruchtsäfte, Schorlen und säurehaltige Obstsorten deutlich
     reduzieren.

-    2x täglich nach dem Zähneputzen mit einem Chlorhexidinpräparat spülen

-    Nach jeder Mahlzeit Xylitolkaugummi kauen oder Xylitol-Lutschpastillen lutschen

-    3x wöchentlich Zahnpflege mit Novamin oder ACP, lange einwirken lassen
     z.B. GC Tooth Mousse Recaldent (Wirkstoff CPP-ACP-Komplex)

-    Auf kalziumreiche Ernährung achten (ca 1000 mg /Tag)


Der Hintergrund dazu:



Xylit/Xylitol

[teilweiser Auszug aus Wikipedia] Xylitol, auch Xylit, sind Trivialnamen für Pentanpentol, einen Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff (E 967) verwendet wird. Xylitol befindet sich neben Sorbitol als natürlicher Zuckeralkohol in vielen Gemüsesorten (u. a. Blumenkohl) und Früchten (u. a. Pflaumen, Erdbeeren, Himbeeren), wobei der Anteil kleiner als 1 % in der Trockenmasse ist, sowie in der Rinde bestimmter Holzarten (z. B. Birke).

Als Intermediärprodukt werden im menschlichen Körper während des Kohlenhydratabbaus täglich 5–15 Gramm Xylitol in der Leber hergestellt. Der Stoffwechselweg im menschlichen Körper läuft insulinunabhängig ab, beeinflusst den Blutzucker- und Insulinspiegel nur geringfügig und ist somit für Diabetiker geeignet. Xylitol ist ein Molekül, das viel Wasser an sich zu binden vermag. Es wird im Dünndarm nur passiv, also langsam und unvollständig resorbiert. Bei Einnahme von mehr als 0,5 g Xylitol pro kg Körpergewicht kann eine abführende Wirkung auftreten, welche nach Adaption des Organismus verschwinden kann.

Xylitol hat denselben Geschmack und die nahezu gleiche Süßkraft wie Saccharose. Löst sich Xylitol im Mund im Speichel, entzieht es der Umgebung Wärme und erzeugt auf der Zunge einen Kühleffekt, der ähnlich beschrieben wird wie der erfrischende Geschmack von Menthol.

Ausführliche Info-Quelle mit gut sortiertem Sortiment:   http://www.xucker.de

Anti-kariogene Wirkung

Xylitol wurde Anfang der 1970er-Jahre als ein mögliches kariesreduzierendes Kohlenhydrat entdeckt. An der Universität Turku (Finnland) wurden in den Jahren 1972 bis 1975 zwei klinische Studien (bekannt als Turku-Zuckerstudien) durchgeführt, die eine hochsignifikante Reduktion von Karies belegen konnten.

In diesen jahrelangen Ernährungsstudien wurde Zucker (Saccharose) in allen Lebensmitteln durch Fructose bzw. Xylitol ersetzt. Im Vergleich zur Saccharosegruppe wurde bei den Xylitolprobanden eine Reduktion der Karieszuwachsrate um mehr als 82 % ermittelt. Der Kaueffekt konnte ausgeschlossen werden, da beide Gruppen die gleiche Menge Kaugummi konsumierten. Ein Fazit der Studie ist auch, dass bereits geringe Mengen an Xylitol ausreichen und eine komplette Umstellung des Süßmittels nicht notwendig ist.

Diese Effekte werden dadurch erklärt, dass die kariogenen Streptococcus mutans das Xylitol nicht verstoffwechseln können und damit absterben. Weiterhin werden sie auch daran gehindert, als Plaquebakterien an der Zahnoberfläche anzuheften.

Als optimale Xylitolmenge wurden zwischen 5 und 10 Gramm pro Tag in mehreren Portionen ermittelt. Diese kann mittels Kaugummi oder Lutschpastillen aufgenommen werden. Darüber hinaus regt Xylitol die Speichelproduktion an und fördert die Bildung von Komplexen mit Calcium und Speicheleiweißen in der Mundhöhle, was zu einer Remineralisation von Zahnhartsubstanz führt.

Mittelohrentzündungsvorbeugende Wirkung
In einer finnischen Studie wurde nachgewiesen, dass Kinder, die täglich Xylitol als Sirup oder in Form von Gummibonbons erhielten, im Vergleich zu Kindern einer Kontrollgruppe, die das Süßungsmittel nicht erhielt, 30–40 % weniger häufig an einer Mittelohrentzündung erkrankten.

Mögliche Gefahren
Alle Zuckeraustauschstoffe (Fructose, Sorbit und Xylit) können bei Dosierung über 50 g/Tag über längere Zeit zu erhöhten Harnsäurewerten im Blut, damit zu Nierensteinen und Leberkomplikationen führen. Denn für die Verstoffwechselung von Fruktose ebenso wie von Sorbit und Xylit wird viel des Energieüberträgers ATP benötigt, das dann für den Purinabbau fehlt.
Schwangere und Stllende sollten Xylitol ebenfalls meiden.

               ******* Quelle dieser Angaben siehe Ende der Seite ********

Allergologie/Allergologische Relevanz
Da Xylitol im Darm langsam aufgespalten wird, gelangen bei reichlichem Konsum nicht resorbierte Reste in den Dickdarm, wo sie von den Darmbakterien unter Bildung von Gasen und freien Fettsäuren wie Buttersäure vergoren werden und zur Reizung der Schleimhaut durch die gebildeten Säuren führen. Des Weiteren kommt es zu osmotisch bedingtem Wassereinstrom. Verzehr solcher Süßigkeiten im Übermaß führt daher zu Blähungen und Durchfall, vergleichbar mit der Laktoseintoleranz.
Allerdings werden auch allergische Symptome beschrieben wie Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Keuchen und Atemnot.


Chlorhexidin

Chlorhexidin ist weltweit gut untersucht und scheint relativ gefahrlos zu sein. Es hat den Vorteil, lange auf Zähnen und Mundschleimhaut zu haften, ohne durch die Schleimhäute in den Körper einzudringen (Chlorhexidin wird annähernd zu 100% wieder ausgeschieden, ohne verstoffwechselt zu werden).

Die Wirkung besteht in einer Zerstörung der bakteriellen Zellmembran. Davon werden die Kariesbakterien erfaßt, leider aber natürlich auch andere Mitglieder der Mundflora.

Für eine Kur gegen die Karieserreger, auch bei stark befallenem Milchzahngebiß, wird ein verstärkter Effekt erzielt durch tägliches Tragen einer Schiene mit Chlorhexidin-Gel über mehrere Minuten, über ca 3 Wochen.

Nebenwirkungen:Die Anwendung von Chlorhexidin verursacht nach längerem Gebrauch wenige, zumeist vollständig reversible Nebenwirkungen:
·    Störung der Geschmacksempfindung (Dysgeusie)
·    Bräunliche Ablagerungen an Zähnen und Zunge
·    Verzögerung der Wundheilung
·    Desquamation (Abstoßen der obersten, verhornten Schichten der Haut unter Bildung von Hautschuppen der Epithelzellschicht (selten)

ACP
Nanopartikel, die zur Remineralisierung und Reparatur von winzigen Rissen im Zahnschmelz entwickelt wurden. Diese Verletzungen gehen der Bildung von Karies-Löchern voraus. Diese Nanopartikel erleichtern beim Putzen das Ablösen der Bakterien von der Zahnoberfläche.
Dazu möchte ich darauf hinweisen, daß die allgemeine Problematik von sogenannten Nanopartikeln noch nicht zufriedenstellend geklärt ist. Offizielle Stellen warnen zur Zeit noch davor, da diese Partikel aufgrund ihrer unglaublichen Winzigkeit durch Zellücken schlüpfen und in jedes Organ eindringen können, mit der Folge von dadurch bereits beobachteten Erkrankungen.

Künstlicher Zahnschmelz
Die Zahnpasta BIO-REPAIR enthält künstlichen Zahnschmelz.:
Moleküle aus einer dem natürlichen Zahnschmelz verwandten Substanz (Hydroxylapatit im Komplex mit Zinkcarbonat) verbinden sich mit der Oberflächenstruktur des Zahnschmelzes und verschließen die nanokleinen Defekte beim Zähneputzen.
BioRepair ist eine technologische Innovation, da sich die mikrokristalline Struktur des Hydroxylapatits besonders gut auf der Zahnschmelzoberfläche anlagert, wodurch kleinste Risse und poröse Stellen im Zahnschmelz repariert werden können. Auch die Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten und Mundspüllösungen zur Härtung des Zahnschmelzes kann im Gegensatz zu BIOREPAIR nicht nachhaltig vor Erosionen durch Säuren schützen.
http://www.bio-repair.de/de/index.html

Novamin
Ein sogenanntes bioaktives Glas, das als Inhaltsstoff der Zahnpasta zur Zahnschmelz-Remineralisation dient. Aktiver Inhaltsstoff ist Calcium-Natrium-Phosphosilikat und gibt diese Elemente in ionisierter Form an den Schmelz ab. Soll Zahnhals-Überempfindlichkeiten deutlich bessern.
Der Pharmariese GlaxoSmithKline kaufte das Patent im Mai 2010 auf für 135 Millionen $ US. Damit dürfte jedem Verbraucher klar sein, mit welcher Macht das Produkt in den Markt gedrängt wird und wie die Chancen stehen, von nachteiligen Eigenschaften zu erfahren …

Kalziumreiche Ernährung
Eine Literaturübersicht bestätigt die antikariogene Wirkung von Milchprodukten, insbesondere von Käse. Er hemmt die Demineralisation des Zahnschmelzes und fördert die Remineralisation. So konnte bei Testpersonen, die über drei Wochen 6 x täglich den Mund mit einer 10%igen Saccharoselösung spülten, die Zahnschmelz-Demineralisation allein durch das Kauen von 5 g Cheddarkäse eine Minute nach jeder Spülung um 71 % reduziert werden.

Folgende Mechanismen sind für diese zahnschonende Wirkung von Käse verantwortlich:
·    Der Speichelfluss wird stimuliert, dadurch werden Plaquesäuren neutralisiert und
     fermentierbare Kohlenhydrate rascher aus der Mundhöhle gespült.
·    Die Aktivität der Plaquebakterien wird gehemmt.
·    Kalzium und anorganisches Phosphat wird für die Remineralisation von
     Zahnschmelz bereitgestellt.

Aber auch probiotische Milchprodukte schützen vor Karies. Im Rahmen einer finnischen Studie stellte man fest, dass der Zusatz des probiotischen Keimes Lactobacillus rhamnosus GG das Kariesrisiko und die Kariesinzidenz im Studienzeitraum von sieben Monaten signifikant senken konnte. Während in der Verumgruppe das Risiko von 40 auf 34 % sank, stieg es in der Placebogruppe von 39 auf 43 % an.

Statt des Apfels am Abend könnte daher ein Stück Käse die Zähne deutlich besser auf die "Nachtruhe" einstimmen. Zähneputzen im Anschluss sollte aber in jedem Fall selbstverständlich sein.



Quelle für den Zusammenhang: Xylit - erhöhter Harnsäurespiegel :

http://www.ugb.de/ernaehrungsberatung/gicht-ernaehrung/