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Im Web finden Sie teils skurrile Methoden, um Amalgamfüllungen sicher zu entfernen. Sie ähneln eher einer Exorzistenzeremonie denn Verfahren, die auf klaren physikalischen und chemisch-physiologischen Tatsachen gründeen.

Im eindrucksvollsten Fall sehen Sie Behandler und Patienten mit Sauerstoffmasken, umrahmt von Absauggebläsen und armdicken Luftableitungen ins Freie.

Als Betrachter ist man schwer beeindruckt. Solch ein technischer Aufwand ... dahinter muß ja enormes Fachwissen stecken und der Behandler zeichnet sich offensichtlich in seinem Bemühen um die Gesundheit des Patienten durch HighTech-Wissen aus. Ein Hohepriester der alternativen Zahnmedizin. Wer möchte da nicht bei der Amalgamentfernung Patient sein ... umsorgt und sicher wie in Abrahams Schoß.

Unnötig zu sagen, daß dieser Aufwand auch bezahlt werden muß. Und der ist nicht gerade billig. Und dient, wie Sie gleich sehen werden, eher dem Marketing, dem Ego und vor allem dem Portefeuille. Warum ?

Wir lassen dazu mal kurz diese bunte Landschaft der Selbstdarstellung beiseite und schauen uns die Richtlinie 67/548/EWG der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) an.
Hier sind die meisten Stoffe nach Gefährdung des Menschen gelistet.

Beispiel:
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R 21 Gesundheitsschädlich bei Berührung mit der Haut.
R 22 Gesundheitsschädlich beim Verschlucken.
R 23 Giftig beim Einatmen.
R 24 Giftig bei Berührung mit der Haut.
R 25 Giftig beim Verschlucken.
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Diese sogenannten "R(=Risiko)-Sätze", von englisch risk, sind kodifizierte Warnhinweise zur Charakterisierung der Gefahrenmerkmale von Gefahrstoffen, also Elementen und Verbindungen sowie daraus hergestellten gefährlichen Zubereitungen. Sie sind zusammen mit den Gefahrenbezeichnungen und den jeweils dazu gehörenden Gefahrensymbolen die wichtigsten Hilfsmittel für die innerhalb der EU vorgeschriebene Gefahrstoffkennzeichnung.)

Metallisches Quecksilber trägt "nur" R 23. Also weder giftig beim Verschlucken (R25) noch giftig bei der Berührung mit der Haut (R 24.
Quecksilber wird nämlich im Verdauungstrakt nicht resorbiert und kann auch nicht durch die Haut eindringen, weil unsere Zellwände  polar sind und deshalb für Quecksilber undurchlässig.. Daher ist nur der Dampf giftig und der auch weniger durch seine akute, denn durch seine chronische Toxizität.

Nun, wenn Sie den Film zu Beginn der vorherigen Seite "Amalgam" betrachtet haben, konnten Sie eindrucksvoll sehen, daß Quecksilber bereits bei Zimmertemperatur gast, das heißt verdampft. Und damit mit jedem Atemzug des Amalgambesitzers eingeatmet wird. Quecksilberdampf-Meßgeräte zeigen deutlich den Gehalt von Quecksilberdampf in der Atemluft eines Menschen, der Amalgamfüllungen im Mund trägt.

Dieser dampf- oder gasförmige Zustand des Quecksilbers ist die für ein Lebewesen gefährliche Phase des Metalles. Beim Einatmen wird es in der Lunge an Eiweiße gebunden und tritt seine verhängnisvolle Reise in den Organismus an.

Verschlucken wir es hingegen, ist es erstens ständig von Flüssigkeit umgeben und kann daher bei Körpertemperatur kein Gas entwickeln. Und zweitens ist die sogenannte Resorption, also die Aufnahme des Quecksilbers durch die Darmschleimhaut vernachlässigbar gering.

Flüssiges Quecksilber wurde sogar früher in der Medizin eingesetzt, um einen verstopften Darm wieder "gängig" zu machen. Es gab Eigenversuche von Wissenschaftlern, die Quecksilber demonstrativ tranken und ohne nennenswerten Schaden davon kamen.

Der chronische Kontakt nach Einatmen, Bindung an körpereigene Substanzen und Verbleib im Körper ist das Problem.

Ein Verschlucken von einigen kleinen Amalgampartikeln beim Herausbohren, die noch dazu kein reines Quecksilber darstellen, sondern zu 50 % an Silber gebunden sind,  ist also völlig unschädlich, . Und wenn dabei noch ein langsamlaufender Hartmetallbohrer zum Herausschneiden, statt Herausfräsen genutzt wird, geht die Reststaubmenge gegen Null.

Unser Bestreben muß also sein, beim Herausbohren kein gasförmiges Quecksilber entstehen zu lassen. Das kann mit aufwendigen und teuren Sauerstoffanlagen geschehen, noch dazu mit beengenden, das Gesicht bedeckenden Masken (Darth Vader läßt grüßen) oder Nasensonden und einem in den Mund hinein gespannten Gummituch (Kofferdam), das das Atmen erschwert, aber Quecksilberdampf nachweislich trotzdem durchläßt - oder statt alldessen ganz einfach mit einem kleinen schwedischen Aufsatz auf der Absaugkanüle. Und der kostet nur ein paar Euro.

Dieser Aufsatz ist so konstruiert, daß die Strömungsgeschwindigkeit der Absaugluft dem Gas keine Chance läßt, in den Mund und damit ins Freie zu gelangen. Wenn es Sie interessiert, schauen Sie sich das schwedische Gutachten an, das als Anlage beiliegt: 0 % Quecksilberdampf in der Einatemluft, Restbohrstaub um 90 % gesenkt. Na bitte.

Zum Wohl wie auch zur Sicherheit der Patienten reicht der CleanUp-Absauger daher wissenschaftlich bewiesen völlig aus.

Aber mit diesem kleinen intelligenten Absauger-Aufsatz zeige ich dem Patienten nicht so deutlich wie mit einer Sauerstoffanlage samt Masken, welches Fachwissen ich mit mir herumschleppe ... und der beträchtliche finanzielle Aufwand wird durch den Aufwand sichtbar belegt und eher akzeptiert.

Also - lassen Sie sich nicht verunsichern ... ein solides Fachwissen hat so seine Vorteile ;.)))

Ein anderes Problem in diesem Umfeld läßt sich leider nicht befriedigend lösen. Ein Zahn ist innen nicht kompakt wie ein Stück Metall, sondern von Millionen kleiner Kanälchen durchzogen, pro Quadratmillimeter Oberfläche etwa 16.000 Kanälchen. Aneinandergereit ergeben sie bei einem kleinen Schneidezahn bereits ca 3,5 km.

Und in diese Kanälchen dringt das Quecksilber nach Legen der Füllung natürlich ebenfalls ein. Ein Entfernen dieses durchtränkten Dentins (Dentin = Hauptmasse des Zahnes) ist nicht möglich, weil dann der im Zentraum liegende Zahnnerv eröffnet würde, was den sofortigen Tod des Zahnes und im Anschluß eine Wurzelbehandlung bedeuten würde.

Wir können also "nur" die Füllung selbst entfernen und ringsherum vorsichtig einen Teil des umgebenden Dentins abtragen. Ein Rest Quecksilber wird immer im Zahn verbleiben.

Sie könnten allerdings noch ein Letztes tun, indem Sie nach der Behandlung mit Natrium-Thio-Sulfat spülen (wird auf Wunsch gestellt) sowie Grünalgen-Tabletten vor und nach der Behandlung kauen. Die in den Grünalgen enthaltenen schwefelhaltigen Aminosäuren binden über den Schwefelanteil überschüssiges Quecksilber, wie es alle Pflanzen tun, die Schwefel-Aminosäuren enthalten, im Wesentlichen Lauchgewächse.